Smarte Lautsprecher – Hören aufs Wort

„Künstliche Intelligenz“ (KI) ist derzeit ein heißes Thema und taucht zuletzt verstärkt, verbunden mit der Messe für Unterhaltungselektronik CES, in Medienberichten auf. KI soll den Rahmen schaffen für ein effizientes Miteinander von Mensch und Maschine, soll Probleme lösen und unseren digitalen Alltag erleichtern.

Die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine soll dabei so einfach wie möglich erfolgen – und was ist unkomplizierter als einfach drauf los zu sprechen? Was vom Smartphone durch Siri und „Okay Google“ bereits bekannt ist, wird aktuell durch smarte Lautsprecher mit virtuellen Assistenten wie Amazon Echo oder Google Home auf eine weitere Ebene gehoben.

Amazon Echo beispielsweise ist ein zylinderförmiger rundum WLAN-Lautsprecher mit einem integrierten digitalen Assistenten, der den Namen ALEXA trägt und sich über Sprachbefehle steuern lässt. Alexa spielt Musik ab, beantwortet Fragen, liefert Wetter- und Stauberichte, Sportergebnisse, steuert verknüpfte Geräte wie Heizung und Licht und bestellt auf Wunsch auch Produkte über das eigene Amazon-Konto. Sobald der Sprachbefehl „Alexa“ ertönt, zeichnen Mikrofone das anschließend Gesagte auf und leiten es an den Amazon-Server weiter. Das Gesagte wird ausgewertet und die Antwort zurückgegeben.

Einen richtigen Mehrwert bieten solch digitale Assistenten natürlich nur, wenn sie relevante und sinnvolle Antworten auf die gestellten Fragen liefern. Dazu müssen die smarten Lautsprecher dazulernen – und das funktioniert nur, indem sie möglichst viele über den Nutzer in Erfahrung bringen. Dazu speichern sie unter anderem Sprachgewohnheiten, verwendetes Vokabular und persönliche Präferenzen. Das geht zu Lasten des Schutzes persönlicher Daten, die durch die Nutzung des Lausprechers beispielsweise an Amazon weitergegeben werden. Ob man dies in Kauf nehmen möchte, muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden.

Wohin die Zukunft in der Anwendung digitaler Assistenten mit Sprachsteuerung führt, ist aktuell schwer abzuschätzen. Sie sind ein Experimentierfeld und werden vielleicht Apps, die wir heute täglich nutzen, ersetzen oder die händische Eingabe von Suchanfragen im Netz überflüssig machen. In jedem Fall leisten sie aber schon jetzt einen Beitrag, das Miteinander von Mensch und Maschine zu verändern.