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Error, der Server will nicht mehr und nun? – So können Sie typische Fehlermeldungen vermeiden

Server sind für funktionierende Arbeitsabläufe eines Unternehmens essenziell, denn sie stellen über das firmeninterne Rechnernetz die dafür benötigten Dienste zur Verfügung. Wenn Serversysteme ausfallen, kann dies bspw. für die Bürokommunikation, Websiten, Datenbanken oder für die Buchführung gravierende Folgen haben. Die Serverfehlermeldungen können sich dabei auf die Hardware, Software oder das Betriebssystem des Gerätes beziehen. Die Serveradministration und -wartung ist auch in unserer IT-Abteilung ein tägliches To Do. Aus diesem Grund haben wir unseren Head of IT Erek gefragt, was unsere häufigsten Fehlermeldungen sind. Auch wenn sie sich nicht komplett vermeiden lassen, kann man mit dem richtigen Know-How die Fehlerquote deutlich reduzieren.

 

Server - Inhouse und Cloud

Was genau ist ein Server? Der Begriff “Server” stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Diener“. In der Informatik wird dieser Begriff sowohl für hardware- als auch softwarebasierte Server verwendet. Der Hardware-Server bezeichnet einen Computer, der seine eigenen Ressourcen anderen Computern über ein Netzwerk zur Verfügung stellt.  Er ist in ein Unternehmensrechnernetz eingebunden, beinhaltet ein Betriebssystem und mindestens einen softwarebasierten Server. Auch wenn es sich hierbei um ein physisches Gerät handelt, meint die Definition nicht den Computer an sich, sondern vielmehr die Rolle, die er als Server einnimmt. Häufig wird er auch Host (englisch für „Wirt“) genannt, da er der zentrale Netzwerkrechner ist. Der softwarebasierte Server wiederum bezeichnet ein Programm, das einen speziellen Dienst bereitstellt. Dieser kann durch einen Client lokal oder über ein Netzwerk in Anspruch genommen werden.

Mit Hilfe eines Servers können also Dienste auf verschiedenen Rechner verteilt und somit mehreren Endnutzer:innen zugänglich gemacht werden. Der Server steht dabei dauerhaft in Bereitschaft, wodurch auf dessen Dienste jederzeit und unabhängig voneinander zugegriffen werden kann. Zur Nutzung eines Servers im Unternehmen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zwei gängige Optionen sind Inhouse-Server und Cloud-Server.

 

Inhouse-Server

Sogenannte Inhouse-Server können sowohl physische als auch virtuelle Serverumgebungen sein. Die Hardware hierfür liegt lokal im Unternehmen und muss demnach vor Ort eingerichtet, versorgt und gewartet werden. Alle Unternehmensdaten liegen damit auf den eigenen Servern.

 

Cloud-Server

Im Gegensatz zum Inhouse-Server können Cloud-Server nicht nur intern, sondern auch extern durch Drittanbieter bereitgestellt werden. In diesem Fall befindet sich dann der Server in den Rechenzentren dieser Anbieter. Werden solche Dienste gebucht, hat das Unternehmen zwar die Kontrolle über die Software, jedoch nicht über die Cloud-bereitstellende Hardware. Diese Form des Server-Hostings wird auch als Outsourcing bezeichnet.

Je nach gewählter Form der Servernutzung, also ob Server-Hosting oder eigene Inhouse-Server, haben Unternehmen unterschiedlich großen Einfluss auf die Hardware, das Betriebssystem und die Software ihres Serversystems.

 

Bild von Serverschrank

 

Error - Der Server spuckt einen Fehlercode aus

Wenn Serverfehlermeldungen auftreten und unternehmensspezifische Anwendungen und Informationen nicht erreichbar sind, ist dies für die internen Arbeitsabläufe und die Informationssicherheit des Unternehmens fatal. Solche Fehlermeldungen lassen sich jedoch nicht komplett vermeiden und können unterschiedliche Ursachen haben.

 

Typische Fehlermeldungen und ihre Ursachen

Wir haben uns erneut mit unserem Head of IT zusammengesetzt und nachgefragt, welche Fehlermeldungen unsere IT-Abteilung immer mal wieder fixen muss:

Erek: „Die häufigsten Server-Fehlermeldungen, wenn wir über Hardwarebasierte Fehler reden, mit denen wir es zu tun haben, sind „Memory Error", „Fan Failure", „Disk Error" und „Connection Timed Out". Diese treten in verschiedenen Situationen auf und können verschiedenste Ursachen haben. Zu den häufigsten gehört definitiv „Connection Timed Out“. Dies tritt auf, wenn der Client, also unsere Kollegen, keine Antwort vom Server erhalten und die Verbindung abbricht.“

Der „Memory Error“ verweist auf Probleme mit dem Speichermodul des Servers. Entweder liegen dem Server beschädigte oder fehlerhafte Speicherbereiche vor oder eine Software, User-Anfragen und Anwendungen überlasten den verfügbaren Speicher. Dieser Fehler kann zu Verlangsamungen von Programmen oder Diensten, Datenverlust oder auch Abstürzen des Servers führen. 

Die Meldung „Fan Failure“ gibt an, dass der Lüfter nicht ordnungsgemäß arbeitet. Ursache dessen können unter anderem defekte oder gelöste Kabel sein. Sind diese allerdings intakt, kann das Problem auch im BIOS (Basic Input Output System) liegen, welches für die Kontrolle der Hardware zuständig ist. Im BIOS können die Temperatur der CPU  (Central Processing Unit) und die Geschwindigkeit des Fans (Lüfters) kontrolliert und angepasst werden.

Beim „Disk Error“ kann der BIOS das Betriebssystem oder ein bootfähiges Laufwerk nicht finden. Somit kann das Medium nicht gestartet werden und der Zugriff auf das Betriebssystem ist nicht möglich. Häufig liegt dies an einem Fehler beim Lesen der Festplatte. 

Wie bereits von unserem Head of IT ausgeführt, bedeutet die Fehlermeldung „Connection Timed Out”, dass der Client keine Antwort vom Server erhält und somit keine Verbindung herstellen kann. Die Ursache kann in der Internetverbindung, dem Browser, der Firewall oder auch im Server selbst liegen. 

 

Weitere Ursachen von Störungen

Serverfehlermeldungen können, je nach Einsatz im Unternehmenskontext und je nach Gerät sehr unterschiedlich sein. Auch die Ursachen solcher Fehlermeldungen sind unterschiedlichsten Natur.  Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über mögliche digitale und externe Ursachen: 

Digitale UrsachenExterne Ursachen
 
  • Viren, Trojaner oder Cyber-Attacken
  • Überlastungen des Rechnernetzwerkes
  • Fehler (sogenannte Bugs) in Updates/Fehlerhafte Aktualisierungen
  • Instabile Internetverbindung
  • Unzureichende Bandbreite
  • Wartungsarbeiten ohne vorherige Ankündigun
  • Umfangreiche Downloads
 
 
  • Staub und Verschmutzungen
  • Zu hohe Außentemperatur
  • Starke Temperaturschwankungen
  • Luftfeuchtigkeit
  • Flüssigkeitslecks
  • Stromausfall
  • Bedienungsfehler
  • Feuer und Rauch
 


Das können Sie tun, um Störungen zu vermeiden

Grundsätzlich lassen sich Störungen nicht komplett vermeiden, jedoch lässt sich das Risiko dieser deutlich minimieren. Durch unsere Inhouse Sever haben unsere IT-Admins bspw. volle Kontrolle über das gesamte System und können frühzeitig eingreifen. Erek, was ist besonders wichtig, damit unsere Server möglichst komplikationsfrei laufen? 

Erek: „Um sicherzustellen, dass unsere Server möglichst reibungslos laufen, ist eine regelmäßige Wartung, die damit einhergehende Überwachung und Aktualisierung der Server-Software und -Hardware unerlässlich. Außerdem ist eine ständige Überwachung der Serverleistung wichtig, um frühzeitig Fehler zu erkennen. Wir achten auch darauf, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wie die Verbesserung unserer Firewalls und regelmäßige Backups durchzuführen.“

 

Diese Tipps können helfen, Serverfehlermeldungen zu beheben:

Memory Error

  • Kabel und Verbindungsteile prüfen (z.B. Serverkabel, Stromkabel, Verbindungskabel) 
  • bei Bedarf Upgrades zu größeren Speichermodulen durchführen
  • Systeme auf Malware prüfen, die eventuell im Hintergrund läuft und den Speicher beansprucht
  • nicht benötigte Anwendungen schließen
  • Betriebssystem überprüfen, da es nur eine maximale Arbeitsspeichergröße verarbeiten kann
  • BIOS aktualisieren

Fan Failure

  • Kabel prüfen
  • Lüfter auf Staub oder Defekte kontrollieren
  • sollten keine Überhitzung oder Defekte vorliegen, kann im BIOS Menü die aktuelle Geschwindigkeit des Kühlers angezeigt und der Eintrag auf „ignorieren“ gestellt werden

Disk Error

  • externe Geräte entfernen
  • Festplattenkabel überprüfen
  • Neustart des Servers
  • Zurücksetzen oder Aktualisieren des BIOS

Connection Timed Out

  • Verbindung überprüfen
  • System auf Malware prüfen
  • Browserdaten löschen
  • LAN-Einstellungen überprüfen
  • VPN prüfen und ggfs. temporär deaktivieren
  • Proxy-Einstellungen prüfen und ggfs. temporär deaktivieren
  • Cache leeren
  • Router neu starten

Allgemein gilt:

  • Internetverbindung prüfen – ist die Verbindung stabil und die Übertragungsgeschwindigkeit ausreichend?
  • Hohes Maß an Cyber-Sicherheit   – sicher konfiguriertes Betriebssystem, aktuelle Firewalls und Backups 
  • Regelmäßige Wartungen – hierzu gehören Kontrollen, Reparaturen und Reinigungen der Hardware
  • Software-Aktualisierungen – auch die Software muss stets Updates und Korrekturen unterzogen werden
  • Überwachung der Serverleistung – regelmäßige Kontrollen sorgen dafür, dass Fehler frühzeitig erkannt werden können
  • Neustart – einige Fehlermeldungen können es erforderlich machen den Netzwerkserver neu zu starten
  • Upgrade der Hardwarekomponenten – gelegentlich kann es vorkommen, dass veraltete oder defekte Komponenten ausgetauscht werden müssen
  • Außerdem: Luftfeuchtigkeitsmesser, Brandmelder und regemäßige Temperaturkontrollen im Serverraum

 

Inhouse oder Outsourcing?

Unabhängig von den möglichen Fehlermeldungen eines Servers, hängt die Wahl zwischen einer eigenen Inhouse Lösung (Inhouse-Server) oder dem Outsourcing (Cloud-Server) ganz von den benötigten IT-Services und der Größe eines Unternehmens ab. Wir haben uns für Inhouse-Server entschieden, da es uns mehr Kontrolle und Flexibilität über die Serverumgebung bietet. So können wir die Leistungen individuell an unsere Bedürfnisse, Standards und Sicherheitsrichtlinien anpassen. Gerade in Bezug auf Serverstörungen können unsere IT-Admins schnellstmöglich handeln und passende Lösungen finden.  Da sich Unternehmensbedürfnisse jedoch unterscheiden, stellen wir Ihnen die Vorteile von Inhouse- und Cloud-Servern im Folgenden kurz vor.

Vorteile Inhouse

Unternehmen mit Inhouse-Servern haben volle Kontrolle über ihre Daten und Anwendungen, was entscheidende Sicherheitsvorteile bringt und schnelle Reaktionszeiten ermöglicht. Dies ist insbesondere für Anwendungen mit hohen Leistungsanforderungen von Bedeutung. Zudem lässt sich die Serverumgebung so individuell an die Anforderungen und Bedürfnisse des Unternehmens anpassen, da keine Abhängigkeit von externen Anbietern besteht. Langfristig sind eigene Server kosteneffizienter, da sie nicht an monatliche Tarife gebunden sind. Zudem bietet sich für eine Erstanschaffung auch kostengünstigere generalüberholte Ware an.

Vorteile Outsourcing

Gerade kleinere und mittlere Unternehmen profitieren von den Vorteilen, die das Server Outsourcing mit sich bringt. Oft fehlen die finanziellen Mittel und das technische Know-How für die Einbindung von Inhouse-Servern, sodass Cloud-Server eine echte Alternative bieten. Nicht nur die Einstiegskosten sind günstiger, sondern auch die Kosten für die erforderliche Einstellung von IT-Administratoren im Unternehmen können so gesenkt werden. Externe Anbieter stellen zudem Cloud-Server mit einer bestimmten Leistung und klaren Rahmenbedingungen bereit, wie bspw. ein klar definierter Speicher. Die gebuchte Leistung kann bei Bedarf verhältnismäßig schnell erweitert oder reduziert werden. Außerdem entsteht auf Seiten der Unternehmen keinerlei Aufwand mit der Wartung der Systeme, denn die Managed Support Services kümmern sich bei Cloud-Dienstleistungen um diese Punkte.

 

Fazit

Serverfehlermeldungen fordern jedes Unternehmen heraus und lassen sich nicht komplett vermeiden. Schnelle Zugriffsmöglichkeiten auf die Serversysteme, regelmäßige Wartungen oder aktuelle Firewalls können jedoch dazu beitragen die Fehlerquote zu reduzieren. Insbesondere eigene Server können entscheidende Vorteile bieten, um Störungen entgegenzutreten. Als starker Partner und nachhaltiges IT-Handelsunternehmen stehen wir Ihnen gerne bei der Anschaffung Ihrer Serversysteme zur Seite. Neben kostengünstigen Servern finden Sie in unserem Shop auch generalüberholte Router, Switches und andere Hardwarekomponenten, sowie wirkungsvolle Firewalls. Sie benötigen Unterstützung? Gern steht Ihnen unser Vertriebsteam bei Fragen und Wünschen zur Verfügung.